Frühwerk

Dialoge zum Umgang mit Ungewissheit

Die gegenwärtige Krise macht uns deutlich, dass es sinnvoll oder sogar von höchster Notwendigkeit sein kann, den Umgang mit Unplanbarkeit und Ambiguität gerade jetzt zu üben. Im Rahmen unserer neuen, digitalen Veranstaltungsreihe möchten wir Raum schaffen, um gemeinschaftlich das künstlerische Gestaltungspotenzial von Ungewissheit zu erarbeiten.

Das FRÜHWERK ist ab sofort das eindringlichste Digitalformat für künstlerische Praxis in Organisationen, erforscht aktuelle Ungewissheiten und lässt unterschiedliche Positionen aufeinandertreffen.

Wir laden jeweils freitags von 9.00 – 10.00 Uhr dazu ein, unseren Dialogen mit wechselnden Gästen per Livestream zu folgen und sich selbst einzubringen.

Frühwerk #4

16. Oktober 2020 | 9.00 – 10.00 Uhr | Schwerpunkt WAHRNEHMUNG

Unsere Wahrnehmung beeinflusst unsere Wirksamkeit! Wie können wir eigene Gedankengrenzen überwinden, um kreative, bessere Lösungen zu finden? Welche Chancen liegen im Zweifel und Scheitern? Wie finden wir eine gute Balance von Zweifel und Selbstsicherheit? Wie können wir unsere Wahrnehmung schulen? Um diese Fragen geht es beim FRÜHWERK #4.

Es diskutieren Simone Menne, die erste weibliche Finanzvorständin in einem DAX-Konzern, heute Galeristin und Multi-Aufsichtsrätin, Celina von Bezold, Philosophin und Autorin mit Schwerpunkt in der Palliativmedizin und Bianca Artopé, bildende Künstlerin aus München.

„Warum ist Deutschland in der Corona-Bewältigung erfolgreicher als andere Staaten? Wahrscheinlich weil eine weibliche Bundeskanzlerin mit mehr Beratern gesprochen hat als männliche Regierungschefs und so für mehr Diversität sorgt.“ So äußerte sich Simone Menne in der fünften Folge ihrer Podcast-Reihe „Die Boss“. Ist das der Weg zum Erfolg? Sich zuerst neugierig öffnen und die Perspektiven anderer einholen? Offen das wahrnehmen, was ist? Kann es auch ein zu viel geben, ein zu viel, dass zu Zweifel führt? Erfolg verhindert?

An diesem Punkt kann Celina von Bezold anknüpfen. Für sie liegt ein Schlüssel zum lebendig sein im Zweifel. Während viele Menschen ihre Zweifel schnell beseitigen wollen, oder verzagen und nicht handeln, plädiert sie für eine genaue Wahrnehmung des Zweifels und der dahinter liegenden Fragen. Sich öffnen, statt verdrängen. Nachdenken und dadurch wachsen.

„Keine gute Kunst kann ohne den Zweifel entstehen“, das ist die Überzeugung von Bianca Artopé und daher hat sie ihn als Teil Ihres Schaffensprozesses akzeptiert. In ihren Arbeiten spielt die Wahrnehmung eine entscheidende Rolle. Durch Überlagerung von thematischen Gegensätzen erzeugt sie Widersprüche und Irritationen und regt so zum genauen Hinschauen, zur Verlangsamung und zum Nachdenken an. So schult ihre Kunst die Wahrnehmung des Betrachters.

Unsere Gäste sind  Simone Menne, die erste weibliche Finanzvorständin in einem DAX-Konzern, heute Galeristin/ Multi-Aufsichtsrätin. Celina von Bezold, Philosophin/Autorin und Bianca Artopé, bildende Künstlerin. Die Moderation leitet Eric Heinen-Konschak aus dem AGE OF ARTISTS-Netzwerk. Die Begleitung wird von Dirk Dobiéy übernommen. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Plätze sind limitiert.

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Wir freuen uns, dass wir Ihnen die bereits vierte Ausgabe präsentieren dürfen. Bitte registrieren Sie sich über Eventbrite für das Event und erhalten Sie einen limitierten, kostenlos Platz für das eindringlichste Digitalformat für künstlerische Praxis in Organisationen.

Frühwerk #3

Rückblick 04. September 2020 | Schwerpunkt SOLIDARITÄT

Spätestens die Kanzlerin hat Solidarität zum Schlüsselbegriff der „Corona-Krise” gemacht. Was bedeutet das? Ist Solidarität am Ende das, was man daraus macht? Alexander Heindl, der zum Thema „Praktiken der Solidarität” forscht, beschreibt sie als kollektive Handlungspraxis der Selbstermächtigung. Ganz praktisch wird es für Betriebsseelsorgerin Ingrid Reidt, wenn sie gemeinsam mit den Netzwerkpartnern nach machbarer Solidarität auch in Coronazeiten sucht. Hans-Ulrich Ender ist Dozent für Soziale Kunst. Er möchte Menschen durch die Entwicklung der Persönlichkeit zur Solidarität befähigen – und sieht das künstlerische Prinzip als wesentlichen Beitrag.

Unsere Gäste waren der Dozent für Soziale Kunst Hans-Ulrich Ender, Pastroralreferntin und Betriebsseelsorgerin Ingrid Reidt und der wissenschaftlich Mitarbeitende der HFPH München Alexander Heindl.

Die Moderation leitete Christian Jeuck aus dem AGE OF ARTISTS-Netzwerk. Die Begleitung wurde von Dirk Dobiéy übernommen.

Frühwerk #2

Rückblick 10. Juli 2020 | Schwerpunkt Sinnhaftigkeit

Macht Purpose Sinn? „Die Purpose-Debatte ist tot, lang leben die Unternehmen, die jetzt Relevanz bieten können“, meint Sarah Beha. Sie ist Redakteurin für New Management bei der Haufe Group. „Purpose“, so der Titel einer ihrer Beiträge, „ist nicht systemrelevant“. Wenn Timo Meynhardt so etwas liest, dann regt sich in ihm Widerstand. Purpose ist ein zentrales Element des Leipziger Führungsmodells, welches er an der HHL Leipzig mitentwickelt hat. Die Unternehmerin und Theater-/Opernregisseurin Annalena Maas ist kontinuierlich Sinnexpertin. Sie inszeniert an verschiedenen Theatern im deutschsprachigen Raum sowie in der freien Szene. Stets ist sie in ihren Arbeiten auf der Suche nach anderen Möglichkeiten und Sichtweisen.

Frühwerk #2

Unsere Gäste waren Journalistin Sarah Beha, Psychologe und Betriebswirtschaftler Timo Meynhardt und Unternehmerin und Theater-/Opernregisseurin Annalena Maas.

Die Moderation leitete Dirk Dobiéy aus dem AGE OF ARTISTS-Netzwerk. Die Begleitung wurde von Thomas Richter übernommen.

Frühwerk #1

Rückblick 15. Mai 2020 | Schwerpunkt Konnektivität

Die aktuelle gesellschaftliche Lage zwingt uns endgültig mit großer Geschwindigkeit in die Ferngesellschaft. Ausgehend von der These, dass Kultur und insbesondere die Kunst uns neue Wege und Formen für den Eintritt in die immaterielle, mehrdimensionale Kommunikation aufzeigen kann, diskutieren wir die Möglichkeiten der virtuellen Konnektivität von Körpern und künstlerischer Praxis unter diesen Bedingungen.